Perfekter Geschmack ist  „42“?!

Lebensmittelproduzenten und ambitionierte Köche sind seit jeher auf der Suche nach dem perfekten Geschmack um damit möglichst viele Menschen zu beeindrucken. Mit einer sehr kleinen bzw. subtilen Dosierung von aromatischen Zutaten erzielen Profis eine „Abrundung“ des Geschmacksprofils eines Gerichts bzw. Lebensmittelprodukts.  Je nach Zusammensetzung  können das  z.B. Vanille, Kaffee, Kakao, Knoblauch, Senf, Chili oder Sellerie  und andere Aromen sein. Heute, so scheint es, ist (vermeintliche) Perfektion der Zeitgeist. Kostendruck und Gewinnmaximierung lassen grüßen. So gilt auch in der Kulinarik die ewige Frage, was denn tatsächlich der perfekte Geschmack für alle ist, bisher immer noch als unbeantwortet. Dank zunehmender Individualisierung wird diese Frage ewig offen bleiben, wobei Vanille dem Ziel vergleichsweise sehr nahe kommt. Die Antwort ist so seriös und aussagekräftig, wie die finale Zahl „42“, die im Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“. als „die ultimative Lösung aller Fragen“ genannt wird.

„Meine bisherige Reisen zum universal perfekten Geschmack endeten in der Galaxis Kulinarik eigentlich auch immer bei 42!“

Warum? Was in Kindesjahren auf die Zunge kommt, prägt. Soziokulturelle Geschmacksschule. Und das ist gut so! So werden gebratene Heuschrecken in Teilen Afrikas mit Genuss verzehrt, … bestimmt nicht nur weil diese kleinen Geschöpfe weit springen können. Nein, sie sind proteinreich/fettig und schmecken knusprig würzig wie gebratener Bacon, der den Muslims wiederum nicht nur zum Ramadan verwehrt wird. Und wer schon im Kindergarten zuviel von den legendären Standbeuteln mit“Capris*nne“ konsumiert hat, tut sich oftmals als Erwachsener schwer, eine Frucht mit geschlossenen Augen erschmecken zu können. So ist das.

 

 PiCulinary meine grafische Interpretation von Food-Pairing und Food-Completing

PiCulinary
meine grafische Interpretation von Food-Pairing und Food-Completing

Fazit

Die Geschmacksvielfalt  ist im kulinarischen Universum naturgegeben. Die EU-Suppe, die von den Lofoten bis nach Lampedusa allen (gleich) schmeckt, wird die Großkonzerne nicht beglücken. So bleibt das.

Trotzdem schließt sich für alle kulturellen Eigenarten der Kreis auch in der Kulinarik, wenn  „richtig“ abschmeckt bzw. gewürzt wird. Das  Symbol Pi steht in der Mathematik für die Kreiskonstante 3,14. Seit der Antike hat keine andere Zahl die Menschheit mehr beschäftigt, wenn es darum ging kreisförmige Flächen oder Volumen von z.B. Weinfässern zu definieren. In der Geschmacksschule und in der Produktentwicklung von Lebensmitteln geht es u.a. darum, aromatische Zutaten  in einem „logisch konzipierten“ Produkt miteinander stimmig  zu vereinen: „Und hier schließt sich der Kreis“,  wie der Volksmund gerne sagt. Harmonisches Aromenspiel ist wie eine „Runde Sache“. Seit einigen Jahren wird nach dem „Perfekten Geschmack“ mit Hilfe der Wissenschaft des Food Pairings geforscht.

 

Das Rezept zur Grafik „Pi Culinary“

Exemplarisch zu dem kulinarischen Trio (Tomate | Rosmarin | Sternanis)  hier das passende Geschmackserlebnis, welches im Sommer wie auch Winter der Wohlfühl-Stimmung förderlich  ist. Rezept a la  Soul-Kitchen mehr erfahren

 

Was ist eine Kulinarische Matrix?

Lebensmittel bzw. Zutaten können vielfältig  harmonisch stimmig kombiniert werden. In der konzeptionellen Rezeptentwicklung wird der Geschmack und die Zusammensetzung der Nährstoffe auf unterschiedliche Vorlieben abgestimmt. Eine Methodik verschafft den Überblick und erleichtert die Kopfarbeit.  Mehr erfahren

 

 

Food Pairing mit Rotkohl: Die Zutaten des Saturnrings harmonieren mit diesem Gemüse

 

Beispiele aus der Geschmacksschule

 

Seltsame DelikatEssen

Abschließend zum Thema „Soziokulturelle Geschmacksschule“ gibt´s hier für die kulinarischen Abenteurer meiner Leserschaft vielleicht sogar was passendes auf die Gabel! Verlasst einfach mal nach Feierabend den Orbit und sucht nach Antworten jenseits von“42″ in meiner Zusammenstellung von Kuriositäten aus anderen Kulturkreisen. Es ist reine Kopfsache! Hier mein Erfahrungsbericht 

 

Würziger Schokosnack mit rotem Pfeffer, Karottenchip und französischem Grashopper

 

Als Snack im Schokoladenmantel würde diese Kuriosität in unserem Kulturkreis sicherlich auch Geschmack finden, allerdings im Jahr 2017 nur in einer Blindverkostung bzw. in einem Dark-Restaurant

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