Delicious Scotch Goodie: Lemon Curd Cheesecake mit Minze

Lasterhaft lecker mit Vitamin C

Neben dem weltberühmten Scotch Whisky gibt es in Schottland noch andere lasterhafte kulinarische Spezialitäten die der Gesundheit nicht gerade förderlich sind. Eine davon ist das in Deutschland vergleichsweise wenig bekannte Lemon Curd, eine Creme bestehend aus Butter, Zucker, Eigelb und Zitronensaft, ideal für Cheesecake-Cream! „Once eaten, twice addicted“ kann ich dazu nur sagen. Da ziemlich lecker, transformiert sie bei unachtsamen Verzehr in ausgeprägt stattliches Hüftgold. In Schottland ist das Klima ganzjährig vergleichsweise unwirtlich kühl und feucht, daher vermutlich diese kalorienhaltige Spezialität mit etwas (Alibi-)Vitamin C.

Lemoncurd Cheesecake mit Minze und Zitronen- Olivenölsirup Topping

Lemoncurd Cheesecake mit Minze und Zitronen- Olivenölsirup Topping

Erhältlich ist Lemoncurd in UK überall, bei uns nur in gut sortierten Supermärkten. Beim Einkauf sollte man auf dem Etikett auf den Zuckergehalt achten, der aus geschmacklichen Gründen nicht über 35 % liegen sollte. Ein Fettgehalt von ca. 16% macht das Lemoncurd zu einem cremigen Genuss. Besser ist natürlich die eigene Herstellung in lohnenswerten Mengen. Aber soweit wollte ich es aus o.g. Gründen nicht kommen lassen. Leider geil, Lemon Curd lässt sich in vielerlei Hinsicht verwenden, z.B. in Dessertcremes oder einfach pur als Toastbrotaufstrich zum Tee. Und da er einer meiner cake-faves ist hier ein Lemoncurd Cheesecake-Rezept mit dem britischsten Kraut überhaupt. Der Backofen kommt hierbei nicht zum Einsatz …

 

Scotch Lemon-Cheesecake mit Minze

Zubereitungszeit: 3 1/2   Std., davon mind. 3 Std. Kühlzeit

Zutaten für 26 cm Springform (12 kleine Stücke):

Zutaten für den Cheesecake-Boden:

  • 150 g Löffelbiskuits oder Vollkornkekse
  • 125 g Butter

Zutaten für die Lemon- Cheesecake-Creme:

  • 400 g Frischkäse
  • 250 g Quark (Halbfettstufe)
  • 160 g Lemon Curd (Fertigware, enthält 33 % Zucker)
  • ¾ Päckchen Agartine oder 4 Blatt Gelatine
  • 150 ml Milch
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Stärke
  • 4 -6 Zweige Minze , fein gehackt und Blätter für die Deko
  • 1/3 TL Vanilleschotenpulver
  • 1 Zitrone

 

Zubereitung:

1. Löffelbiskuits oder Vollkornkekse in einen Gefrierbeutel füllen, Beutel verschließen und den Inhalt mit einem kleinen Topf oder einer Pfanne platt hauen bzw. zerbröseln.

2. Butter schmelzen und zusammen mit den Keksbröseln vermischen. Keksbröselmasse in eine mit Backpapier ausgelegte Springform gleichmäßig verteilen und auf dem Boden fest andrücken. Die gefüllte Springform danach für ca. 15 Min. in das Gefrierfach stellen.

3. Frischkäse, Quark, Lemoncurd mit dem elektrischen Handrührgerät vermengen. Agartine in einer Kasserolle in 150 ml kalter Milch/ Wasser mit einem Schneebesen klumpenfrei einrühren. Stärke zugeben, alles unter rühren, für wenige Sekunden aufkochen. Anschließend durch ein Sieb passieren. Zusammen mit der vorbereiteten Cheesecake Creme und der fein gehackten Minze schnell vermischen.

4. Die Cheesecake-Creme auf den Keksboden in die Springform geben und anschließend den Lemoncurd-Cheesecake mind. 3 – 4 Std. kühlen bzw. schnittfest werden lassen.

5. Olivenöl in einer kleinen Casserolle erhitzen, 2 EL Zucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Saft von einer Zitrone dazugeben und zu einem Sirup einkochen lassen. Dabei ab und zu umrühren. Den Lemoncurd-Cheesecake mit dem Sirup beträufeln und mit Minzeblättern dekorieren.

 

Kulinarisches Suchtpotential: Ein Stück ist erstmal genug

Kulinarisches Suchtpotential: Ein Stück sollte  erstmal genug sein

 

Geschmacksprofil

Stellt man diesen No Bake Cake auf ein Dessert-Buffet, ist er kurz darauf  schon auf Tellern verteilt, … und von dort dann schnell weg.  Die fein vanillgen Zitrusaromen in der Cheesecake-Creme sowie der süß-zitronige Olivenölsirup* obendrauf  sorgen für Party-Talk, nicht nur bei Schottland-Reisenden. Sein unkonventionelles Aromaprofil wird auch bei Liebhabern süßlicher Gelüste zum kulinarischen Gesprächsthema. So wird das frisch & fröhlich minzig schmeckende Kuchendessert im Nu vom Buffet-Tisch an den verwöhnten Gaumen der Gäste gepusht. Dieses cremig zitronige Schnittchen wirkt trotz hochkalorischer Zutaten angenehm leicht im Bauch. Ein Goodie mit Suchtpotential! Sollte man nur für Party-Gäste zubereiten… „once eaten, twice addicted“!

Nach dem Verzehr dieses speziellen Cheesecake schmeckt ein Schlückchen eisgekühlter Limoncello oder die Gin-Spezialität „Feel!“  (die ich hier bei Vidamo entdeckt habe) die mich mit fruchtigen Noten von Limette und Blaubeere überrascht hat.

* Tipp: Olivenöl wird in der italienischen Küche auch für Kuchen und Desserts verwendet.

Update Sommer 2018: Inzwischen gibt es auch eine kalorienreduzierte Variante mit selbst gemachtem Lemon Curd und glutenfreiem Kuchenboden aus Nüssen und Haferflocken, Rezept hier

 

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