Integrationspreis für ein Preussisch-Türkisches Rezept?

 Nominierung des Döner für den offiziellen Integrationspreis der BRD?

Warum eigentlich nicht?Döner am Spieß! Ok, Integration ist seit Jahren ein schwieriges Thema. Die unverständliche türkische Politik und deren Konsequenzen darf  für diesen Vorschlag keine Rolle spielen. Die Kulinarik könnte jedoch als Brücke der Kulturen behilflich sein, zeigt sie doch in diesem Fall wie deutsche und türkische Eigenschaften optimal harmonieren.

Kulinarische Symbiose

Quasi eine kulinarische Symbiose aus orientalisch anmutendem Genuss und preussischer Effizienz, so sehe nicht nur ich das. Mariniertes Fleisch gehobelt vom Spieß in geröstetem Fladenbrot mit Salat, auf Wunsch Joghurtsauce auch mit „Scharf“, …  3 Millionen mal gegessen, – täglich und bundesweit. Dem Erfinder und offensichtlichen Visionär Kadir Nurman war damals schon klar, dass sehr viele Deutsche im Alltag wenig Zeit zum Essen finden. Und zudem auch gerne mit den Fingern im Gehen und ohne Teller essen.

Berliner Ur- Streetfood

Döner Kebab ist daher der Pionier der Multi-Kulinarischen  Streetfood-Kultur, made in Berlin. Man mag es nicht glauben, aber erfunden wurde dieses „Nationalgericht“ wie wir es kennen angeblich in Berlin damals 1972, dort am legendären Bahnhof Zoo. Viele türkische Immigranten  und (türkisch-stämmige) Deutsche lieben Döner und machten ihn von Beginn an zum ärgsten Konkurrenten der Currywurst und des Burgers ! Deutschland Einig Fastfood-Kultur, kulinarisch gesehen ist die Integration bereits gelungen. Dieser kulinarisch anmutende Verkaufsschlager hat inzwischen sehr viele Arbeitsplätze generiert (einen Gammelfleisch-Skandal übrigens auch).

Jobmotor Döner

Nach einem Bericht in der Lebensmittelzeitung (LZ – 18-2013) soll die „Dönerbranche“ sagenhafte 45000 Beschäftigte haben: Fleischspieß Produktion, Spezial Equipment Drehspieß, ca. 16000 DönerBuden.   Döner hat zudem echte Pionierarbeit geleistet hinsichtlich Bereitschaft zu anderen orientalischen Genüssen. Danke dafür, so sechs Stück davon per anno sowie Fladenbrot, Kichererbsen, Ayran, Ajwar, Granatäpfel, Tahin (Sesampaste), Couscous etc. genieße ich zudem auch gerne.  Einen Integrationspreis und ein Denkmahl hat  sich Kadir Nurman nicht nur aus meiner kulinarischen Sichtweise verdient.

Ein Döner Rezept muss jetzt hier nicht stehen. Geht einfach zu eurem „Lieblingsdöner“, der hoffentlich von den geschichteten Fleischlappen am Drehspieß auf Abruf knusprig heruntergehobelt wird.

Eifel-Döner, erfunden in Berlin

Mein Rückblick: Während meiner Studienzeit im damals ummauerten Berlin, gab es hin und wieder so als Heimweh-Snack einen „Eifel-Döner ohne Sauce aber mit Scharf“: Eifeler Hausmacher Leberwurst oder Blutwurst ersetzten das Fleisch im Döner. Manchmal kam dann noch Senf anstelle von „Scharf“-Gewürzmischung rein. Lecker, …  zumindest damals für uns Studies aus NS,  NRW und R´Pfalz 😉

 

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