Grüner Spargel JapanArt

Spargeltarzan vs. Sumoringer 1:0

Die heftigen Aromen Teriyakis knocken den grünen Spargel nicht aus. Im Gegenteil: Er profiliert sich und gewinnt in dieser Aromen-Konstellation den Respekt, der Siegern gebührt. Food Pairing mit leichten Blessuren, aber schließlich wurde Silvester Stallone in seinem Film „Rocky“ mit blauem Auge weltberühmt.

Grüner Spargel JapanArt

Zutaten für 2 Portionen als Hauptgang

  • 500 g                     grüner Spargel, in 3 Stücke geschnitten
  • 50 g                       Sellerieknolle, fein gewürfelt
  • 1 EL                        Butterschmalz
  • 1 -2 EL                        Öl
  • 4 cl                         irgendeine Misobrühe, ersatzweise Gemüsebrühe
  • ½ TL                       würziger Waldhonig oder 1 -2 EL Mirin
  • 2 EL                        Teriyaki Sauce
  • 2 EL                        gerösteter Sesam
  • Kein(!)                    Salz
  • sehr wenig            frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Als Beilage passen dazu Udon-Nudeln, die man mit den gebratenen Spargelstücken vermischen kann oder  einfach getoastetes Malzkornbrot in groben Würfeln, beträufelt mit braunem Sesamöl.

JapanArt: gebratene Selleriewürfel|Teriyaki|gerösteter Sesam

Zubereitung

Grüne Spargelstücke und die feinen Selleriewürfel bruzzeln wir in einer großen (Wok-)Pfanne in heißem Öl und Butterschmalz bis zu leichten Braunfärbung an. Ablöschung erfolgt mit Misobrühe. Mit Mirin (oder würzigem Honig) geben wir ganz wenig Süße und … lassen das Alles stark reduzieren. Mit Teriyakisauce geben wir weitere sehr würzig-salzige  Aromen dazu, die sich intensivieren durch kurzes Reduzieren. Dünner Grüner Spargel JapanArt hat trotz grobem Zuschnitt irgendwie etwas Filigranes. Daher richte ich davon vorzugsweise nur kleine Portionen in tiefen Tellern an und bestreue die „Kontrahenten“ sanft mit geröstetem Sesam. Wer hat, gibt noch wenig leicht scharfe Brunnenkresse dekorativ obendrauf. Den übrigen grünen Spargel halte ich bis zum Nachschlag lauwarm unterm Deckel.

Geschmacksprofil

Wer den delikaten Eigengeschmack des grünen Spargels als Purist unverfälscht bevorzugt, kocht dieses Rezept besser nicht 😉 Die kräftig würzigen Aromen von Teriyaki und Miso geben dem zarten Spargelchen nämlich einen drauf. Auf den ersten Blick ist es wie der Kampf eines Sumoringers mit einem Spargeltarzan – man mag da nicht wegschauen, obwohl scheinbar unfair bzw. -gleich. Doch in diesem Fall schmeckt es so wie es auf dem Teller aussieht: Grüner Spargel behält die Oberhand bzw.  die Dominanz des zarten Spargelaromas ist ganz eindeutig.

Wie es bei einem Spargeltarzan zu erwarten ist, bekommt er allerdings trotz seiner agilen Cleverness ordentlich würzige Schläge ab, kann  aber Teriyaki sowie Sellerie gut wegstecken. Der geröstete Sesam mag die „Kontrahenten“ in eine entspannt nussige Lage versetzen, die sich durch  Deko mit Kresse wieder leicht verschärfen kann. Alles nochmal gut gegangen, somit letztendlich ein friedlich ausgewogenes Food Pairing,„Oishii“, sagt Japan wenn es lecker schmeckt!

Info

Es gibt tatsächlich auch Japanischen Spargel, Udo,  eine blättrige Pflanze mit botanischem Namen Aralia cordata , die dort als Delikatesse gilt. Der Geschmack ist sellerieartig, somit ein interessantes Food Pairing naturgegeben. Verwendet werden die Frühjahrssprossen, blanchiert als Gemüse oder roh in Salaten. Eine aus der Ginseng-Familie stammende Pflanze, die auch als Heilkraut verwendet wird.

 

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