Vitasia: Low Budget & Fine Dining

Asia-Shop oder Discounter?

Als Fan der Asiatischen Küche kam ich nicht umhin nach langer Zeit mal wieder beim LIDL vorbei zu schauen. Anlass war das große Sortiment der LIDL´schen Vitasia Aktion, zudem wurde dieser Beitrag gesponsert. Ich war neugierig, was den Discounter vom Asia-Shop unterscheidet. Asiatische Fertiggerichte sind grundsätzlich nicht so meins, eher die Basics wie beispielsweise Gewürze, Nudeln, Reis-Spezialitäten, Wasabipaste, Sojasauce und eingelegter Sushi-Ingwer. Kochen und freihändig die Zutaten kombinieren kann ich ja selber ;-), glutamatierte Dosen-Bihunsuppe und Konsorten geht für mich gar nicht.

Trotzdem ist es meine Berufskrankheit: „Zutatenlisten Lesen“ auf eben solchen Verpackungen, manchmal bin ich dann sogar positiv überrascht. So dauerte es eine gefühlte Stunde bis ich das Vitasia Sortiment „gescannt“ hatte und … fündig wurde. Doch dazu weiter unten.
Wer in Sachen Zutatenliste mit E-Nr. nicht zimperlich ist, findet in diesem Sortiment üblicherweise ziemlich schnell was Freunde der schnellen Asiatischen Küche favorisieren.

ASIA Mainstream

Mainstream-Food zum Schnäppchenpreis ist das Erfolgskonzept der Discounter. LIDL hat die „allgemeine Kenntnis“ über die Asia-Küche mit „Vitasia“ gut abgebildet, keine Frage. Was allerdings angesichts der supergünstigen Preise fraglich ist, welchen Anteil davon z.B. die Reisbauern oder chinesischen Arbeiter aus der Nudelfabrik davon in ihrem Geldbeutel sehen. Nun denn, … Konsumenten, die am Ende des Geldes noch etwas Monat übrig haben, stehen an der LIDL-Kasse vergleichsweise entspannt. Und ob der teurere Reis aus dem Asia-Shop für die Bauern verdienstreicher ist, bleibt auch fraglich. Zudem die Fair Trade Siegel und Agrar-Projekte zahlreich sind, … nicht alle sind seriös laut einer ARD-Dokumentation im Dezember 2013.

Rin in den Einkaufswagen

Meine Neugier, mein temporärer Schnäppcheninstinkt sowie mein kulinarischer Scanner – in Personalunion – legten mir folgende Artikel in den Einkaufswagen:
• Wasabipaste (kleineTube) 0,99 €
• Chow-Mein-Nudeln (250 g) 0,69 €
• Glasnudeln (100 g) 0,39 €
• Basmati Reis (1 kg) 2,39 €
• Thai-Jasminreis (1 kg) 1,99 €
• Curry Sauce Madras (500 g Glas)* 1,39 €
Leider war der eingelegte Sushi-Ingwer und das Sesamöl vergriffen. Die meisten anderen Artikel kamen mir aus oben genannten Grund „Zutatenliste“ nicht in die Tüte.

Positive Überraschung

Die Curry-Madras Sauce* (hergestellt in England!) aus dem Vitasia Sortiment war meine positive Überraschung : kein Zusatz von Aromen und Geschmacksverstärkern. LIDL integriert die Indische Küche offensichtlich in „seine“ Asiatische Küche. Diese Sauce enthält eine gut abgestimmte Palette typisch indischer Gewürze und Zutaten, ein aromatisches Gedicht wenn mal kaum Zeit fürs Kochen bleibt. So habe ich diesmal nur „einhändig“ freihändig gekocht, dafür mega-fix und auch hier ohne Tütenfix.

Fine Dining vegetarisch, fast kostenneutral für ca. 0,50 €/pro Portion!

 

Fine Dining zum Low Budget Preis
Fine Dining zum Low Budget Preis

 

 

 

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Zutaten

Zutatenliste Madras Curry
Lange Zutatenliste mit vielen indischen Gewürzen, jedoch ohne E-Nummern

für zwei Personen, die vorher nicht schwer gearbeitet haben
• ½ Tasse Basmati-Reis
• 2 kleine Karotten
• 1 kleine Zucchini
• 3 EL Selleriewürfelchen
• 4 Aprikosen
• 20 g Butter
• 6 EL Currysauce Madras (ca 170 g)
• 8 kleine Blätter vom Lemonaniskraut (aus dem Kräuterbeet)
• 2 Lemonanisblüten

Zubereitung

Reis nach Packungsanleitung ca. 10 Minuten kochen und dann salzen. Den harten Sellerie und die Karotten in kleine Würfelchen (5 mm) schneiden. Die Zucchini und Aprikosen in 1 cm große Würfel schneiden. In Butter oder Butterschmalz alles zusammen anbraten bis es leicht Farbe angenommen hat. Mit 4 cl Wasser oder Gemüsebrühe ablöschen und 10 Minuten bei mittlerer Hitze unter geschlossenem Deckel schmoren lassen, zwischendurch mit einem Spatel umrühren. Wenn der Reis gar ist, die Curry Madras Sauce zugeben und kurz aufkochen. In der Zwischenzeit den Reis auf einem Teller in einem 10 cm Ausstecher zur Hälfte einfüllen und etwas anpressen. Das Curry-Gemüse darauf schichten. Ausstecher hochziehen und mit Minze oder Lemonaniskrautblüte/-blättern dekorieren.

Mit dieser Curry Madras Sauce Vitasia kann man nichts falsch machen, bereits nach 15 Minuten gibt´s was auf die Gabel.

Zutaten Indisches Curry-GemüseGeschmacksprofil

Ein kulinarischer Überraschungs-moment wie er sich auch im indischen Restaurant ereignen kann. Die vielversprechende Zutatenliste (siehe Foto) der Curry Madras Sauce enttäuscht nicht: Auf Basis von Tomaten geben die Gewürze wie Curry(blätter), Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander, Fenchelsamen, Bockshornklee, Chili ein authentisches Bild von dem was man in Europa unter der facettenreichen indischen Küche mit leicht scharfer Note verstehen kann. Positiv ist auch die Tatsache, dass das Produkt in England hergestellt wurde, einem Land, das seit der Kolonialzeit regen Gewürz-Handel mit Indien betreibt. In London gibt es die meisten indischen Restaurants außerhalb Indiens!

Mit diesem Rezept kommt der Geschmack nach Hause …und dieser Beitrag wurde gesponsert.

Fazit

„LIDL lohnt sich“, … hoffentlich auch für die Produzenten und Bauern 😉

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