Rezepte mit Gurke: Gemüse Curry, Chutney & Smoothies

Neben einem sommerlich anmutenden Gurke Rezept wie Salat mit Joghurt-Dill-Dressing, Griechischer Bauernsalat oder Tzatziki lassen sich Gurken auch auf herbstliche Art in Gemüt wärmendes Soulfood verwandeln. Wie auch Kürbis, Zucchini und Wassermelone gehören Gurken botanisch gesehen zur Gruppe der Beeren. Und wegen ihrer Schale wird dieses Obst/Gemüse  auch Panzerbeeren genannt.

Down Sizing gilt auch für Gurken

Down Sizing gilt auch für Gurken die modern sein wollen

Food Pairing mit Gurke

Das Aroma der Gurke lässt sich mit vielen Gemüsesorten, Obst, Kräutern und Gewürzen problemlos kombinieren, gerne auch mit Fisch und Rindfleisch. So kann dieses beliebte Gewächs auch mit unkonventionellen Geschmackserlebnissen überraschen, sogar im Winter als Schmorgurken-Gericht. Nun ja, warum auch nicht, seit geraumer Zeit sind Gurkenstifte ja auch in Kombination mit ausgesuchten Gin-Sorten ziemlich angesagt.

Die Idee „Gurke kombinieren“ kam mir, als ich feststellte, dass noch zuviel Gurke im Kühlfach übrig war. An diesem kühl herbstlichen Abend sollte nicht schon wieder kalter Gurkensalat oder ähnliches aufgetischt werden. Somit verbuche ich – wie auch meine Variationen mit Kürbissuppe – dieses Gurke Rezept unter „Reste Kochen“, … diesmal mit großen Beeren. Keine Frage, besonders aroma-intensiv schmecken Gurken zur Saison, …  zunehmend oft auch bis in den milden Oktober hinein sind sie als Freilandware vom Bauern verfügbar. Die nun verfügbare Treibhausware aus den Südländern lässt sich aber aromatisch aufpimpen wenn man sie zur Schmorgurke z.B. in einem Wok-Gericht verzaubert.

Schmorgurke Currygemüse im Wok zubereitet

Pimp your Gurken: Schmorgurke Currygemüse im Wok zubereitet

Hot Cucumber Curry

Zutaten für 1 Person oder als warme Vorspeise für 2 Personen

  • 1/2 Tasse Basmati-Reis plus 1 Tasse Wasser
  • 250 g Schmorgurke (oder auch die übliche Salatgurke)
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1  grüne Chili, fein gehackt ohne Kerne
  • 1 kl. Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1/2 EL Currypulver
  • 100 ml milder Apfelessigtrunk, falls vorhanden*
  • 50 ml Wasser oder Gemüsebrühe
  • 2 gefr.  Mangopüree (Würfel) oder 1 fein gewürfelter Apfelschnitz, oder Smoothie
  • 2 EL Tomatenketchup, vom Feinsten
  • 1 TL frisch geriebene Kurkumawurzel
  • Meersalz
  • Kubebenpfeffer
  • 1/2 Frühlingszwiebel, in feine Röllchen geschnitten

 

Zubereitung
  1. Reis kochen, so wie ihr ihn am liebsten zubereitet. Entweder Reiskörner vor dem kochen leicht in etwas Öl anschwitzen oder auch einfach nur in ungesalzenem Wasser 20 Minuten gar kochen.
  2. Gurke ungeschält aber gründlich gewaschen und entkernt  in kleine Würfel (1 cm ) schneiden und in heißem Öl in einem Wok leicht anbraten. Fein gehackte kleine Knoblauchzehe, Ingwer und Chili dazugeben und anschwitzen. Das Ganze mit dem Lieblingscurrypulver bestäuben und nochmals ganz kurz anrösten.
  3. Die heiße Wokpfanne mit etwas Apfelessigtrunk (alternativ Apfelsaft mit etwas Essig) ablöschen und die mild essigsaure Flüssigkeit ziemlich reduzieren lassen. Mit Wasser oder besser mit Gemüsebrühe auffüllen, sodass die Gurkenwürfel halb mit Flüssigkeit bedeckt sind.
  4. Abschließend die restlichen Zutaten zugeben, kurz aufkochen und abschmecken. Die Hot Curry Cucumber zusammen mit dem Reis in einem Ausstecher schichtweise einfüllen.

 

Geschmacksprofil

In diesem Gurke Rezept kommt das übliche Salatgurken-Aroma wenn überhaupt nur dezent zur Geltung. Curry, Ingwer, frisches Kurkuma und Chili hüllen die schnöde Gurke in ein fernöstliches Gewand das potentiell Urlaubserinnerungen provoziert oder einfach den Geschmack und Duft von Soulkitchen in die gute Stube projeziert. Gurke spielt hier einfach den kalorienarmen Geschmacksträger fernöstlicher Geschmackswelten.

Fermentierte Gurken-Spezialitäten

Besonders Großbritannien und Deutschland sind berühmt für Gurkenspezialitäten.

  • Gurkenrelish für „Hot Dog“
  • Süsssaure Gurken
  • Spreewaldgurken
  • Burgergurken
  • Cornichons
  • Gewürzgurken in Kräutermarinade
  • Senfgurken
  • Salz-Dill-Gurken
Gurkenspezialitäten auf dem Hamburger Isemarkt

Gurkenspezialitäten auf dem Hamburger Isemarkt

 

Weitere Ideen Gurken Rezepte

 

Tipp

Gurken vertragen keine Kälte und sind im Kühlschrank nur wenige Tage haltbar. Besser nicht in der Nähe von Äpfeln, Bananen oder anderem Obst/Gemüse lagern, das Ethylen abgibt. Es ist ein Gas, dass die Reifung beschleunigt. Laut Ernährungswissenschaft, gehören Gurken zu den basenreichen Lebensmitteln, d.h. der Säure-Base-Haushalt des Körpers wird auch durch sie im Gleichgewicht gehalten: Schutz vor Rheuma und Gicht.

Curry Gurkensalat mit geröstetem Sesam und Ingwer

Fazit

Gurke kann was! Neben ihrem Image „Sommer-Salat“ und ihrer Funktion als Gesichtskosmetik hebt sie auch als würzig zubereitete Schmorgurke die kulinarische Stimmung zur kalten Jahreszeit!

 

7 Kommentare
  • FEL!X
    Veröffentlicht um 15:04h, 10 November Antworten

    Diese kleinen Gurken sind in Thailand unverzichtbar und das ganze Jahr über im Angebot.
    Hach, was habe ich mal wieder für einen Heimvorteil – danke für diese Anregung, lieber Stephan!

    • Cookinator
      Veröffentlicht um 18:09h, 10 November Antworten

      Hi Felix,
      schmecken die kleinen Gurken in Thailand ähnlich wie in Europa? Bei uns schmecken die etwas intensiver als ihre großen Brüder.

      Gruß aus der lausig kalten Bodensee-Region
      Stephan

      • FEL!X
        Veröffentlicht um 03:39h, 11 November Antworten

        Ja, definitiv intensiver, ich verwende sie selbst für fein gehobelten Gurkensalat.
        Diese Gürkchen sind hier unverzichtbarer Bestandteil von einem Gemüseplättchen, welches zu jeder Thai-Mahlzeit gereicht wird: in Scheiben geschnitten, + Schlangenbohnen, Weisskohl, Basilikum und weiteren, eher bitter schmeckenden Kräutern. Im besten Fall liegt das (rohe!) Gemüse auf Eis, damit es schön knackig bleibt. Einheimische bekommen es jeweils ungefragt, Touristen müssen es verlangen!
        Ausserdem lege ich die kleinen Gurken ein, denn die gekauften (meistens Cornichon-artig) schmecken mir nicht.

        • Cookinator
          Veröffentlicht um 11:04h, 11 November Antworten

          Danke Felix, für die Insider Info. So bekommen meine Leser auch einen Einblick in die Original Thai Küche !

  • marco
    Veröffentlicht um 08:24h, 15 November Antworten

    Ich muss auch gestehen, dass bei mir die Gurke ein eher tristes Dasein auf dem Speiseplan fristet. Allermeist wandert sie bei mir auch in den Salat oder findet in Tzatziki Verwendung. Immer wieder mal lese ich aber auch von der Verwendung der Gurke in der warmen Küche – für mich ein bisher komplett unbekanntes Gebiet. Deinen Bericht habe ich mich viel Interesse gelesen – und das Gurken-Curry, das wird demnächst ausprobiert. Zudem kenne ich jemanden, der sich darüber richtig freuen wird 😉

    • Cookinator
      Veröffentlicht um 00:28h, 17 November Antworten

      Hi Marco,

      Ja ab und an muss ich mich um Gemüse kümmern, das zu wenig unkonventionell zubereitet wird, 😎

      Schaust du eigentlich auch in deine e mails😉?

  • Julia
    Veröffentlicht um 17:35h, 17 November Antworten

    Den Beitrag abe ich nur wegen dem tollen Titel angeklickt… 😀 Hört sich aber sehr gut an.
    Liebe Grüße
    Julia

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