Surreal Food Pairing: Blumenkohl „Couscous“

Die neue Sicht der Kulinarik

In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde mit dem Surrealismus eine neue Sicht der Dinge propagiert. Es funktionierte, die Menschen änderten sich seither, es dauerte aber. Ähnliches geschieht seit Jahren – ca.100 Jahre später- hinsichtlich Ernährungsformen.

Fleischfrei ist In, vegetarische und vegane Gerichte sind in den Fokus der Medien gerückt, ich esse immer noch Fleisch. Zudem sieht es ganz danach aus, dass der Begriff Food Pairing zunehmend im allgemeinen kulinarischen Bewusstsein seinen Platz einnimmt. Im August 2014 war Food Pairing erstmals bei Pro Sieben in der TV Sendung Galileo das große Thema. Neue Zutatenkombinationen und Zubereitungsmethoden liegen im Trend, manchmal wird´s surreal. Und da die subjektive Sichtweise Ernährungsverhalten beeinflusst, isst man meist nur Lebensmittel die man gerne sieht. Surreal kann Food Pairing sein, indem es zeigt, wie man ist wenn man nicht „sieht“ bzw. erkennt: nämlich irritiert,  manchmal auch geschmacksblind, weil ungewohnt. Kulinarische Kinderstube lässt grüßen 😉

Wer das mit der Sichtweise nicht versteht, kocht dieses Blumenkohl Rezept und alles wird klar, versprochen.

 

Blumenkohl „Couscous“

Zutaten für 2 Personen

  • 1  mittelgroßer Blumenkohl, wird im Standmixer püriert und angebraten
  • 2 Tomaten
  • 2 kleine rote Zwiebeln
  • 1 große Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 6 – 8 EL Olivenöl
  • 100 g Fetakäse (Griechenland braucht noch immer Geld)
  • 2 TL  Ras el Hanout oder Madras Curry
  • 2 EL  gehackte Marokkanische Minze oder Blattkoriander
  • Prise Meersalz und Pfeffer aus der Mühle
Surreal Food Pairing: Blumenkohl Couscous
Surreal Food Pairing: Blumenkohl Couscous

 

Zubereitung

Blumenkohl wird im Standmixer krümelig püriert. Tomaten in grobe Würfel geschnitten. Fetakäse in grobe Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch fein schneiden und in Olivenöl zusammen mit grießeligem Blumenkohl in einer großen Pfanne auf mittlerer Hitze anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, Gewürzmischung darüberstreuen. Ziemlich gut mit meinem Spatel vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fetawürfel darauf legen, gehackte Minze dazu. Jetzt Deckel auf Pfanne damit auch Feta warm bekommt, gegebenenfalss noch etwas Olivenöl zugeben. Warmhalten, nicht mehr bruzzeln! Die Tomatenwürfel kurz in einer kleinen Pfanne im Olivenöl schwenken, würzen und gut ist. Anrichten wie auf dem Bild mit einem 10 cm Ringausstecher.

Geschmacksprofil

Erstmal ungewohnt. Der Blumenkohl schmeckt hier recht wenig nach Kohl, schon gar nicht nach Blume. In Verbindung mit den restlichen Zutaten schmeckt dieser nicht wirkliche Couscous fast nach dem marokkanischen Nationalgericht. Die grießelige Textur und der kaum vorhandene Kohlgeschmack suggeriert der Zunge den echten Couscous aus Hartweizengrieß. Wer Gluten nicht verträgt aber Couscous liebt, isst hier richtig. Und wer den Feta weglässt isst vegan, Griechenland wird ohnehin subventioniert. All das kommt irgendwie Surreal, Food Pairing für die fixe preiswerte Alltagsküche.

Warum im Hintergrund Nofretete frech grinst, verstehe ich nicht. Salvadore Dali hätte allen Grund dazu.

 

 

 

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